Fair Play-Liga

Zu oft werden bei Jugendfußballspielen Kinder laut angegangen, Trainer*innen beleidigt, Schiedsrichter*innen angegriffen. Auslöser dafür sind zumeist nicht die jugendlichen Fußballer*innen selbst, sondern oftmals übermotivierte Zuschauer*innen am Spielfeldrand. Dabei scheinen diese manchmal zu vergessen, dass sie auch auf dem Sportplatz eine Vorbildrolle einnehmen und durch ihr Verhalten auf die Nachwuchskicker*innen schon viel zu früh einen großen Leistungsdruck ausüben.

Um das Spielen wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken, wurde die Fair Play-Liga entworfen, eine innovative, leicht verständliche Form des Fußballspiels, deren Rahmenbedingungen einen kindgerechten Wettkampfspielbetrieb ermöglichen sollen. Dabei verschafft sie den Kindern eine maximale Freiheit und Ruhe, damit sie ungestört ihr Spiel spielen können und Spaß am Kicken haben.

So funktioniert die Fair Play-Liga

Drei einfache Verhaltensregeln ergänzen die geltenden Spielregeln und sind das Markenzeichen der Fair Play-Liga: die Schiedsrichter-, die Trainer- und die Fan-Regel.

Die Schiedsrichter-Regel besagt, dass bis zum Alter von zehn Jahren kein*e Unparteiische*r das Spiel leitet, sondern die Spieler*innen selbst. Die Kinder sollen früh darin unterstützt werden zu lernen, Verantwortung für ihr Verhalten und für die Einhaltung der Spielregeln zu übernehmen. Bei den über Zehnjährigen steht hingegen ein*e Schiedsrichter*in auf dem Platz, Entscheidungen über Einwurf, Ecke und Foul treffen jedoch die Spieler*innen weiterhin eigenständig.

Die Trainer-Regel besagt, dass sich die Trainer*innen und Betreuer*innen in der sogenannten Coaching-Zone (10 Meter an der Mittellinie) aufhalten müssen und sie den Kindern – sollten diese einmal überfordert sein, das Spiel selbst zu regeln –gemeinsam in der Entscheidungsfindung helfen. Bei den Trainer*innen soll dadurch ein Bewusstsein entstehen, dass gegenseitiges Kritisieren oder gar Beschimpfen insbesondere bei einem Kinderfußballspiel nichts zu suchen hat. So werden die jungen Spieler*innen vor Emotionen siegorientierter Ausbilder*innen geschützt. Dies soll später dazu beigetragen, dass die Trainer*innen Schiedsrichterentscheidungen nicht ständig kritisieren.

Die Fan-Regel besagt, dass die Zuschauer*innen einen Abstand von ca. 15 Metern zum Spielfeld einhalten müssen. Die Erfahrungen zeigen, dass sie allein durch die Verpflichtung eines größeren Abstandhaltens zum Spielfeld beginnen, über den Grund dieser Regelung nachzudenken. Sie verhalten sich in der Konsequenz viel zurückhaltender, sodass es um das Spielfeld herum bedeutend ruhiger zugeht.

Anfeuerungsrufe, die auch weiterhin gewünscht sind, erfolgen in einer angemessenen, dem kindlichen Spielbedürfnis entsprechenden Form. Die Kinder sind wiederum den teilweise aggressiven Kommandos, die sie oft nicht verarbeiten können, nicht mehr ausgesetzt. Dabei ist der Weg und nicht das Ergebnis das Ziel.

Eine ausführliche Erklärung zu den Spielregeln sowie zur Entstehungsgeschichte finden Sie sowohl auf der Homepage der Fair Play-Liga als auch im Bereich Training und Wissen online.

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