Das Projekt MuT – „Menschlichkeit und Toleranz im Sport“ – im FSA

Der Sport in seinen vielfältigen Erscheinungsformen wird in den letzten Jahren vermehrt zum Schauplatz extremistischer Tendenzen in Form von Rassismus, Gewalt und Diskriminierung. Damit einhergehend kommt es immer wieder zu unschönen Szenen auf und neben dem Spielfeld.

Das MuT-Projekt im Fußballverband Sachsen-Anhalt will diesen Erscheinungsformen entgegentreten, die im Sport angelegten demokratischen Werte stärken und somit auch verstärkt den Fair-Play-Gedanken fördern.

Grundlage für das MuT-Projekt im Fußballverband Sachsen-Anhalt bietet eine verbandsspezifische Konzeption, die unter Berücksichtigung des MuT-Projektes im Landessportbund Sachsen-Anhalt, der Anfertigung einer projektbezogenen Abschlussarbeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der Strukturen im Fußballverband Sachsen-Anhalt erstellt wurde.

Im Folgenden werden die konzeptionellen Maßnahmen zur verbandsspezifischen Projektumsetzung im Fußballverband Sachsen-Anhalt aufgeführt und kurz erläutert.


 Wir bitten alle Funktionäre der Kreis- und Stadtfachverbände die MuT-Projektmaßnahmen für ein friedlicheres Miteinander auf unseren Fußballplätzen zu unterstützen.


 

 MAßNAHMEN ZUR VERBANDSSPEZIFISCHEN PROJEKTUMSETZUNG IM FSA

Gründung einer Fair-Play-Arbeitsgruppe im FSA - Aus allen KFV/SFV soll mind. eine Person als Fair-Play-Beauftragter für die Mitwirkung an der Fair-Play-Arbeitsgruppe im FSA beim Projektkoordinator benannt werden.

  • es kommt zu regelmäßigen Treffen zwischen allen Fair-Play-Beauftragten – ca. 4 mal jährlich / Start Frühjahr 2012
  • die Fair-Play-Beauftragten gelten als direkter Ansprechpartner für die Vereine an der Basis und stärken das Vertrauensverhältnis zwischen Verein und Verband
  • Kommunikationswege bei positiven und negativen Erscheinungsformen werden verringert
  • regelmäßige Presseschau aller Fair-Play-Beauftragten in ihren Kreisen
  • Möglichkeit der Spielbeobachtungen durch die Fair-Play-Beauftragten
  • Anknüpfung an die Aktion des DFB „Fair ist mehr“ (Fair-Play-Aktivitäten forcieren und fördern - verstärkte Meldungen von fairen Verhalten)
  • Weiterbildungen der Fair-Play-Beauftragten zum Thema Konfliktmanagement im Fußball (2 Wochenenden in 2012) sind geplant

Präventive Maßnahmen zur Stärkung des Fair-Play-Gedanken

  • Auszeichnung der Fair-Play-Geste des Monats im FSA in Anlehnung an den DFB („Fair ist mehr“) ab Frühjahr 2012
  • Einführung „Shake-Hands“  für den Jugendbereich
  • regelmäßige verbindliche Belehrungen aller Jugendmannschaften auf Verbandsebene gegenüber der Satzung des FSA (§2 – Allgemeine Grundsätze), der ReVO §43a (Strafbestimmungen bei Diskriminierungsdelikten und ähnliche Tatbestände) sowie Erkenntnisse und Erfahrungen zum MuT-Projekt im FSA mit Nachweispflicht

Gezielte und enge Zusammenarbeit mit den Sportgerichten und dem Schiedsrichterwesen

  • Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Konfliktmanagement im Fußball ab Frühjahr 2012
  • Übermittlung und Auswertung relevanter Sportgerichtsverfahren
  • Einschaltung des MuT-Projektes in Sportgerichtsverfahren zur außergerichtlichen Konfliktbearbeitung (angedacht)

Verstärkte Bildungsarbeit in der Übungsleiter-Aus- und Fortbildung des FSA sowie in den Vereinen (Sensibilisierung von Multiplikatoren wie Trainer, Übungsleiter, Vereinsfunktionäre etc.)

  • 2-3 Lerneinheiten (LE) zum Thema „Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit im Fußball“ werden gegenwärtig in jeder ÜL-Ausbildung des FSA als fester Bestandteil angestrebt
  • Aufnahme eines Bildungsmoduls „Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit im Fußball“ als Kurzschulungsangebot für interessierte Vereine
  • Weiterbildungsmodule zur Lizenzverlängerung werden angestrebt

Verstärkte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Extremismus im Fußball“ - Beiträge in Form von Presstexten, Kurzmeldungen und Publikationen zur aktiven Prävention/ Früherkennung/ Intervention und Sensibilisierung in den KFV/SFV

  • Verbreitung einer bereits in der Erstellung befindlichen Publikation zum Umgang mit Extremismus im Sportverein inkl. Versand an alle Mitgliedsvereine des Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V.
  • Regelmäßige Beiträge im Verbandsmagazin „AUSGLEICH“ zu relevanten Themenlagen
  • Informationen und themenbezogene Beiträge auf der FSA-Homepage
  • Link-Schaltung auf der FSA-Homepage eines neukonzipierten themenbezogenen Internetauftritts zur Information, Interaktion und Kommunikation/Beratung für Sportvereine des FSA / LSB im Frühjahr 2012

Gewinnung von Best-Practice-Vereinen die mit entsprechenden Maßnahmen präventiv wirksam werden und / oder sich aktuellen Problemlagen stellen

  • Schulungsveranstaltungen für Trainer, Übungsleiter und Vereinsfunktionäre
  • eigene präventive Aktionsformen (Projekte; Aktionstage; präventive Sanktionen etc.)
  • Erarbeitung von Regeln und Ritualen durch Trainer und Mannschaft, aber auch allgemein im Verein
  • klare Positionierung durch Änderung/Anpassung/Aktualisierung von Satzungen, Sportplatzordnungen etc. z. B. mit Anti-Rassismus-Paragraphen

Beratung / Unterstützung von betroffenen oder interessierten Vereinen - Erarbeitung von gemeinsamen Problemlösungsprozessen mittels eines sich bereits in der Ausbildung zum Demokratietrainer und Konfliktmanager Sport (DKS) befindenden Beraterteams

Ansprechpartner des MuT-Projektes im Rahmen des FSA:

Funktion

Ansprechpartner

Telefon

E-Mail

Projektkoordinator

Stephan Matecki

0391-8502819

s.matecki@fsa-online.de

 

 

 

Das Projekt „MuT – Menschlichkeit und Toleranz im Sport“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ vom Bundesministerium des Innern gefördert und durch das Land Sachsen-Anhalt co-finanziert.

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